Es war der 15. Januar 2016

Die Lesepaten trafen nach langen zwei Monaten der Abwesenheit endlich ihre „Kinder“ wieder. Trotz der Pause haben sich die Erst- bis Drittklässler sofort freudig auf ihre Lesepaten gestürzt. Diese halbe Stunde, in der gelesen, gelacht und gespielt wurde, war eine gefundene Ablenkung zum Schulalltag, für die Kinder aber auch für die Lesepaten.

„Bewaffnet“ mit Büchern und Spielen, breiteten sie sich in den Räumen und Fluren der Schule und der lauschigen Bibliothek aus. Auch wenn die Lesepaten ihre Schützlinge eine Zeit lang nicht gesehen haben, bemerkten sie doch enorme Fortschritte.

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Wenn aus Schülern „Eltern” werden ;D

Anfang November begann für die Klasse MI502 das Lesepatenprojekt in der Mercator-Grundschule. 22 Lesepaten und 3 Dokumentare machten sich auf den Weg in die naheliegende Schule, um „ihre zukünftigen Kinder“ kennenzulernen.
Manche der Lesepaten hatten unbegründete Sorgen und Ängste, was die Zusammenarbeit mit ihrem Kind betraf. Andere wiederum waren begeistert und nahezu euphorisch.

Zu Beginn stellten sich die Lesepaten sowie die Grundschüler der 1. bis 3. Klasse in einem Stuhlkreis vor, um einen ersten Eindruck voneinander zu gewinnen. Einige der Kinder waren sehr schüchtern und zurückhaltend, aber dennoch neugierig ihre „großen Freunde“ kennenzulernen.

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Das Chaos war vorprogrammiert, als die Kinder sich ihren Lesepaten selbst aussuchen durften. Die Kinder zeigten die unterschiedlichsten Reaktionen, einige rannten aufgeregt und zielstrebig auf einen der Lesepaten zu, andere hingegen blieben auf ihren Stühlen sitzen und wirkten unentschlossen.

Danach ging alles ganz leicht. Die Lesepaten verteilten sich mit ihren Kindern in dem Gebäude, so dass jeder in Ruhe lesen und sich auf die Texte konzentrieren konnte. Die Unterschiede zwischen den Klassenstufen waren bemerkbar, eine Anzahl der Kinder wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen, während die Motivation der anderen Kinder eher auf die Spiele gerichtet war.

Fortsetzung mit weiteren Bildern folgen im Januar 2016 :Pdin

… wie es weiterging!

In Anbetracht der bevorstehenden Sommerferien und annähernd zwei Jahren Lesepatenprojekt, wird es langsam Zeit, dass auch unsere Klasse, die MI132, sich mal wieder auf diesem Blog zu Wort meldet.

Wir haben viele schöne Stunden mit unseren Schützlingen verbracht und das Lesen geübt. Sie haben im vergangenen Jahr große Fortschritte gemacht. Wir sind stolz verkünden zu dürfen, dass einige unserer Paten zu Leseratten mutiert sind und nun uns ihre liebsten Geschichten vorlesen.

Das Ganze ging natürlich auch nicht immer glatt über die Bühne, die ein oder andere Sprach- und Motivationsbarriere musste überbrückt werden und einige Unwillige mussten gar durch die Flure der Schule zu ihrem Glück gejagt werden. Glücklicherweise wartete fast jeden Morgen ein Waffelstand auf die erschöpften Vorleser.

Auch die Chemie zwischen Lesepate und –kind stimmte nicht immer, ein ums andere Mal mussten wir Kindchen wechsel dich spielen, und bis heute können wir nicht behaupten, die perfekte Zusammensetzung gefunden zu haben. Nichts desto trotz bildeten sich einige innige Freundschaften, was wieder einmal beweist: Bücher verbinden Menschen!

Leider müssen wir uns dieses Jahr von einigen Kindern aus der 3. Klasse verabschieden. Wir wünschen Euch alles Gute und hoffen, dass wir die Lust am Lesen bei Euch geweckt haben.

Als ehrwürdige Zweitsemestler kommen wir natürlich auch nicht um die Notwendigkeit herum, einige weise Tipps und Tricks an nachfolgende Generationen von fleißigen Bücherwürmern weiterzugeben.

Zuerst einmal das offensichtliche: übt euch in Geduld! Kleine Kinder sind oft anstrengend und können euch Nerven und Energie kosten, also bleibt ruhig. Alles hat einmal ein Ende.

Und wir wollen ja auch nicht die schönen Momente verschweigen. Gruppenvorlesen, kleine Spiele und Süßigkeiten sind für beide Seiten eine angenehme Abwechslung vom Schulalltag. Nehmt euch ruhig die Zeit kleine Events vorzubereiten und mit den Kindern durchzuführen!

Ihr solltet auch stets ein offenes Ohr für eure Schützlinge haben. Lesen wird so viel einfacher, wenn der Inhalt interessant ist. Also – hört auch auf die Wünsche eurer Kinder und lasst sie nach Möglichkeiten selbst entscheiden, was sie lesen wollen. Lob und Ermutigung tut der Lesemotivation gut, dennoch solltet ihr nicht vergessen, weswegen ihr eigentlich da seid: zur Verbesserung der Lesefähigkeiten. Scheut also nicht davor zurück auch auf Fehler aufmerksam zu machen und die Aussprache und das Verständnis zu fördern.

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Wir hoffen das nachfolgende MI-Klassen genauso viel Spaß an diesem Projekt haben werden wie wir!

Der Bundesweite Vorlesetag

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Am 21. November findet auch dieses Jahr wieder der Bundesweite Vorlesetag statt. Diese tolle Initiative der ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung jährt sich nun bereits zum elften Mal – erneut mit dem Ziel, ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Freude am Lesen zu setzen.

Auch das Lesepatenprojekt der Louise-Schroeder-Schule wird an diesem Event teilnehmen und die Kinder der Mercator Grundschule besuchen, mit Büchern und Lesespaß im Gepäck.
Natürlich ist dies kein einmaliger Termin. Bereits heute sind die Schüler der MI 122 wieder vor Ort, und auch die Parallelklassen sorgen dafür, dass die Kleinen in den kommenden Wochen auf ihre Kosten kommen.

Mehr Informationen über den Bundesweiten Vorlesetag findet Ihr unter diesem Link:  http://www.vorlesetag.de

Neues Schuljahr, neuer Lesespaß!

Liebe Leser und Leserinnen,

die Sommerferien sind vorbei, ein neues Schuljahr hat begonnen und wieder einmal startet somit ein erfolgreiches und schönes Lesepatenjahr!

Nach elf Wochen voller Sehnsucht freut sich die MI122, ihre kleinen Bücherwürmer wieder begrüßen zu dürfen.

Auch der Blog wird nun wieder aktiv. “Wir sind begeistert, endlich wieder an einem guten Zweck arbeiten zu dürfen.”, sagte Katrin, ein Mitglied der Organisationsgruppe. “Vieles haben wir geplant: Neben der Aktualisierung des Blogs wollen wir uns auch um neue Sponsoren kümmern. Selbstverständlich gehen wir auch nächste Woche mit Kameras in die Mercator-Grundschule, um Eindrücke von dem erfolgreichen Projekt festzuhalten.”

Na dann freuen wir uns auf die Fotos und den Bericht über den ersten Leseblock der MI122!

 

Was bisher geschah…

Ein kleiner Rückblick auf die heroischen Taten der Klasse MI132 in den vergangenen Blöcken.

 

Wir wurden in die Mercator Grundschule entsandt, auf einer großen Queste, Geschichten und Legenden zu bringen. Taktisches Geschick und Heldenmut würden nötig sein, um dieses Abenteuer zu bestehen und siegreich hervorzugehen aus allen Gefahren.

 

Nach ein paar hitzigen Diskussionen, wie das erste Zusammentreffen ablaufen soll, war der große Tag da: Der erste Besuch! Wie wir feststellen mussten, muss ein jeder Lesepate, bevor er „sein Kind“ überhaupt erst treffen darf, zuerst einmal den Berg der Weisheit erklimmen, in diesem Falle die hundert Treppen der Mercator Grundschule. Schnaufend kamen wir oben an, und wurden sogleich von zahlreichen, wuselnden Kindern überrannt, die sich ganz offensichtlich freuten uns zu sehen. Da wir ja alle große Freunde der Organisation und des guten Plans sind, hatten wir uns natürlich im Voraus überlegt, wie wir unsere Patenkinder am besten begeistern können (sie sollen sich ja an uns erinnern), und so hatten wir uns vorher mit reichlich Süßkram eingedeckt.

Die „Wer bin ich und wie heißt du?“-Spiele liefen auch dementsprechend gut, und die Kinder konnten uns sichtlich gut leiden.

Es kamen auch treffsicher bald die ersten persönlichen Fragen auf uns zu, und wir waren erstaunt, was man noch so alles von den Kleinen lernen kann. Unter anderem wissen wir jetzt, das das Alter eines Menschen in direktem Zusammenhang zu seiner Haarfarbe steht – „Was, du bist erst 16? Und hast schon solche [blau gefärbten] Haare?“, und das wir als Mädels erst dann richtig erwachsen sind, wenn wir einen Freund haben. Das gilt auch noch für die 30jährigen!

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Trotz langer Gespräche mit den Kindern und Bestechungsversuchen durch die Lesepaten (einige weltberühmte Seifenblasen-Showeinlagen), muss auch dieser Besuch ein Ende haben. Nun stand immer noch die Frage im Raum „Wer mit wem?“. Hier stellte sich heraus, das Fatma das Projekt eigentlich auch alleine führen könnte, da die Kinder eh alle ganz angetan von ihr waren, aber nach ein paar Gesprächen und Tränen wurde auch dieses Problem gelöst und wir riefen zum geordneten Rückzug.

 

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Nach knapp zweieinhalb Monaten Schulpause boten sich bei einem erneuten Treffen einige unvorhergesehene Schwierigkeiten. Eine Runde „Such dein Kind!“ reichte bei einigen nicht aus um die schwerwiegende Frage zu klären: wem soll ich vorlesen, und wenn ja wie vielen?

Nach einigem hin und her hatten sich die alten Paare gefunden und einige neue gebildet, und mit mehr oder weniger Elan knubbelte sich dann ein Großteil der Klasse in der Bibliothek, um die große Aufgabe der Leseförderung wahrzunehmen. Voller Freude und Elan stürzten sich die Kinder auf die Bücher um das passende Buch zu ihren Interessen zu finden. Die Auswahl reichte von einfachen Zoogeschichten bis Star Wars ( welches mit den GTA-Spielen verglichen wurde). Nach kurzer Zeit erschallte aus allen Ecken der Bibliothek ein buntes Stimmengewirr. Den Lesepaten wurde alles abverlangt um den Kleinen mit ihren Imitationen eine beeindruckende Show voller Emotionen und mannigfaltigen Spannungsbögen zu liefern. Um aber die Konzentration der Kleinen bei der Stange zu halten, und sie nicht vollkommen in die Welt der Illusionen abtauchen zu lassen (und natürlich, um den erschöpften Lesepaten auch ein wenig Erholung ihrer beanspruchten Stimmen zu gönnen), hieß es zwischenzeitlich immer mal wieder „Büchlein wechsel deinen Vorleser“. Dies wurde in den späteren „Realitätsentfliehungssitzungen“ nur bedingt beibehalten, schließlich sollen die Kinder keinen Spaß haben sondern fürs Leben lernen. Leider blieben die Kinder hierbei nicht ganz so bei der Sache wie erhofft, da (logischerweise) die Bilder in den Büchern interessanter sind als die langweiligen Texte.

 

Und so bestritten wir den ersten Abschnitt unseres Abenteuers, gespannt auf das, was noch kommen wird.

– Fortsetzung folgt –

(bestimmt)