Veröffentlicht in MI 102

Lesen mal anders – das Lesepicknick

Zum Beginn des neuen Schuljahres 12/13 und zum Kennenlernen der neuen Erstklässler organisierte die Klasse MI 102 am 17.08.2012 ein Lesepicknick.

Wegen den schlechten Witterungsverhältnissen musste das Picknick leider ins Schulgebäude verlegt werden, doch die Halle bot genug Platz für alle und der Andrang war groß.

Neben gesundem Essen (Obst und Gemüse in mundgerechte Happen geschnitten) wurde natürlich auch gelesen und gespielt. Um ein wenig auf das Lesepatenprojekt einzustimmen wurde den Kindern das Buch „Pippliothek???“ vorgelesen, bei Zwischenfragen waren alle Kinder eifrig dabei und jeder durfte mal antworten.

Gespielt wurden die Spiele „Landkarte“, der „gordische Knoten“, „Fischer-Fischer“, der „Pony-Song“ und „Feuer, Wasser, Sturm“.  Viele Kinder kannten die Spiele schon und die wenigen, die sie nicht kannten, waren nach der ersten Runde schnell dabei. „Learning by doing“ war hier die Devise. Es wurde Köpfchen und körperliche Betätigung gefordert, doch mit kleinen Essenspausen zwischendurch waren alle glücklich (nicht nur die Kinder!). Natürlich standen die Lesepaten nicht nur an der Seite, sondern nahmen aktiv an allen Spielen und Aufgaben teil.

Die eine Stunde war schnell vorbei und die Kinder waren traurig, dass es so schnell zu Ende war. Alles in allem war das Lesepicknick ein großer Erfolg und wir hoffen dass zukünftige Lesepaten vielleicht eine Tradition daraus machen.

Und für alle, die ihn nicht kennen, hier einmal der Pony-Song:

“This is the story of my pony,

story of my big fat pony,

this is the story of my pony,

this is what I told you.

Front, front, front, my baby,

side, side, side, my baby,

back, back, back, my baby,

this is what I told you.”

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Veröffentlicht in MI 102

Das Lesepatenprojekt in der Zeitung

Liebe Leser,

vielleicht hat es der ein oder andere schon entdeckt: In der Ausgabe der Berliner Morgenpost vom letzten Sonntag erschien ein Artikel über die Lesepatin Sina Latza aus der MI 102. Dieser kann auf der Homepage der Morgenpost nachgelesen werden, schaut einfach mal nach:

http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/ich-bin-ein-berliner/article1845640/Sina-Latza-die-Lesepatin.html

 

Veröffentlicht in MI 102

Achtung, weiterlesen!

Ein Jahr Lesepatenprojekt in der MI 102 – Bericht eines stillen Dokumentators

 

Am Anfang war das Wort. – Halt, lieber Leser, wir beziehen uns hier natürlich nicht auf das Buch, pardon, Das Buch, das Buch der Bücher, die Bibel. Um Bücher an sich geht es nämlich doch. Gemeint ist ein anderes Wort, nämlich das vom sogenannten Lesepatenprojekt, welches gleich zu Beginn unserer schulischen Laufbahn an unser aller Ohr drang: „Was mag das sein? Ein Gerücht? Ach, wir lesen mit Kindern an einer Grundschule? Muss das sein? Ja, aber…“ – So oder so ähnlich hat wohl jeder gedacht, als das Lesepatenprojekt zum ersten Mal zur Sprache gebracht wurde. Viel konnte man sich nicht darunter vorstellen, weswegen uns Dominik und Maria aus der MI 82 schnell Klarheit brachten und uns von ihren Erfahrungen als Lesepaten, von der Schule, den Kindern und der ganzen Idee dahinter erzählten – und natürlich von den Erfolgen und dem Spaß, den man als Lesepate zusammen mit den Kindern der ersten, zweiten und dritten Klasse der Kinder an der Mercator-Grundschule hat.

Nach dieser kurzen Einführung entstand schnell Begeisterung in unserer Klasse für das Projekt. Einerseits ist man als FaMI natürlich dem Lesen sowieso niemals, unter keinen Umständen (der Autor möchte das betont wissen) abgeneigt, andererseits stellt das Lesen an sich – nimmt man es genau, war es niemals von der Natur vorgesehen – wohl eine der größten, wenn nicht die größte kulturelle Errungenschaft des Menschen dar. Zuallererst ermöglicht es uns das Erkunden von faszinierenden, weiten, fernen und fremden Welten, es kann die Gedanken sowohl beruhigen als auch anregen, und ohne das geschriebene Wort hätte all das Wissen, über das wir hier und jetzt verfügen, niemals den Weg in das kollektive Bewusstsein der Menschheit gefunden. Lesen in einer Sprache bedeutet, sich mit der Kultur hinter diese Sprache, dem Denken, der Lebensweise auseinanderzusetzen, auseinandersetzen zu müssen. Hier soll es nicht um Integrationspolitik gehen. Lesen ist eine Erweiterung des Horizonts. Und je früher man damit beginnt, desto besser, also auf zur Mercator-Grundschule!

Dort warteten bereits Kinder auf uns, und nach einem entspannten Spiel zum Kennenlernen fanden sich die Lesepartner schnell zusammen. Von Anfang an herrschte eine fröhliche Atmosphäre, die Kinder zeigten keine großen Berührungsängste, oft rannten sie sogar eigenständig auf die FaMIs zu und rasch hatte man sich in eine ruhige Ecke zurückgezogen und lauschte gebannt spannenden Geschichten über Eisbären, die Abenteuer erleben, Leidensgenossen, die keine Hausaufgaben machen wollten  und im Laufe der Zeit noch viel, viel mehr. Denn die Schüler der Grundschule entschieden in den folgenden Wochen nach jedem Treffen, wie ihnen die gelesenen Bücher gefallen haben, und so konnte sich jeder Lesepate individuell nach den Vorlieben „seiner Kinder“ einrichten und entsprechende Bücher von zuhause mitbringen oder aus der Schulbibliothek ausleihen. Und sollten die Vorschläge mal auf weniger Gegenliebe gestoßen sein, so suchten sich die Lesepatenkinder ganz selbstbewusst einfach zusammen mit ihren Lesepaten Bücher selber aus.

Doch bei all den spannenden Geschichten, die es zu lesen gibt, ging man natürlich ganz ungezwungen an die Sache heran: So war es kein Problem, wenn sich trotz des sehr gut geführten Bestandes der hauseigenen Schulbibliothek mal kein Buch fand. Oftmals waren Malvorlagen vorhanden, und das gemeinsame Ausmalen von Zeichentrickfiguren hat ebensoviel Spaß gemacht, wie zusammen die vielen Spiele auszuprobieren, die insbesondere von den Erstklässlern besonders gut aufgenommen wurden. Dass es dabei nicht immer nach den Regeln ging, spielte keine Rolle und nicht selten musste der dokumentierende Autor still in sich hinein schmunzeln:

„So, ihr müsst jetzt aus diesen Puzzleteilen Tiere zusammensetzen! Da, ein Hamster, oder eine Maus…“ – „Hier, ich hab eins!“ „Toll! Zeig doch mal her, was für ein Tier hast du denn gefunden?“ – „Eine Flederspinne! – „…?“

Dieser Dialog ist dem Autor ganz deutlich in Erinnerung geblieben, drückt er doch in seinen Augen die Idee und die Einstellung des Lesepatenprojektes aus. Es geht nicht darum, als Unterrichtshilfe zu fungieren, Schülern in einer etwas lockeren Atmosphäre weitere Lesekompetenz zu vermitteln und ihre Leistung zu fördern, es kommt nicht darauf an, wie viele Seiten die Kinder allein fehlerlos lesen können oder ihnen Bücher aufzuzwingen. Leistungsdruck ist im Lesepatenprojekt fehl am Platze. Vielmehr sollte das Projekt als Möglichkeit verstanden werden, als Möglichkeit für die Kinder, dieses Medium kennenzulernen, die Welten zu entdecken, die sich zwischen zwei Buchdeckeln verbergen. Man sollte mit Spaß an die Sache herangehen, denn um nichts anderes sollte es gehen. Lesen lernen die Kinder ganz von allein, und mit Glück nebenbei. Das Projekt hat das Potenzial, den Kindern eine Alternative zu Internet und Fernsehprogramm, einen Rückzugsort nach Sport und Hausaufgaben vorzuschlagen, vielleicht heimlich hoffend, dass sie diesen Vorschlag früher oder später annehmen.

Und wer würde behaupten, dass all die Flederspinnen, die ihm in seinem Leseleben begegnet sind, geschadet haben? Der Autor jedenfalls nicht.

Veröffentlicht in MI 102

Südtiroler Vorlesen 20.01.2011

Am 20.01.2011 fand das 5. Südtiroler Vorlesen in der Schule statt. Von der MI 102 haben drei Schülerinnen verschiedene Bücher vorgestellt.


Ich hatte zusammen mit Janina Gebauer und Dominique Damnitz die erste und zweite Klasse zu betreuen.
Es waren 9 Kinder anwesend die alle aus einer zweiten Klassen waren.
Nachdem ich die Geschichte „die Lesepatentante“ vorgelesen hatte, wollten die Kinder auch etwas vorlesen.
Eine gute halbe Stunde später haben wir die Kinder gefragt, ob sie etwas malen oder rätseln möchten.
Der kleine Karim wollte weder das eine noch das andere also habe ich mit ihm Memory gespielt.
Man hat gemerkt, dass die Kinder Spaß hatten und sich in unserer Gegenwart wohlfühlten. Von Celina habe ich sogar zwei Bilder geschenkt bekommen und auch den beiden Jungs hat die Zeit mit uns gefallen.

Felicitas Härting


Nicole Schemmel las aus dem Buch „Laura in der Prärie“ von Laura Ingalls Wilder für 9 Schüler aus der 3. und 4. Klasse vor. Unterstützt wurde sie von Dennis Hörster und Sina Latza.
Aus dem Buch „Der große Verrat“ von Anne M. Baart las Elisabeth Liedke vor. Die 14 Kinder aus der 5. und 6. Klasse wurden mit Unterstützung von Gabi Lorenz betreut. Nach der Geschichte gab es noch eine fröhliche Runde Galgenmännchen mit Wörtern aus der Geschichte. Die Kinder waren begeistert und haben ihr gutes Gedächtnis bewiesen.