Veröffentlicht in MI 123, Tipps für Lesepaten

Vorleseübung in der Klasse MI123

Letzte Woche haben wir eine 90 minütige Vorleseübung in der Klasse veranstaltet.

Eine Gruppe von Schülern der Klasse MI123 hatte sich überlegt, mit einer lockeren Aktion die Vorlesefähigkeiten der Lesepaten-Schüler zu testen und noch weiter zu fördern sowie Anregung zur Verbesserung zu geben.

Alle Schüler, die Lesepaten sind und alle, die sonst noch Lust hatten, haben einen kurzen Text aus einem Kinderbuch bekommen, den sie zuerst einzeln üben und dann in 3-4rer Gruppen vorlesen sollten.

Dazu gab es ein Handout mit Kriterien für deutliches, spannendes Vorlesen für Kinder.

Die Kriterien waren:

1. deutliches Vorlesen:

  •  nicht zu laut nicht zu leise
  •  Lautstärke auch mal variieren

2. Pausen:

  • nicht zu schnell lesen

3. Betonen:

  • besonders bei wörtlicher Rede
  • Satzzeichen beachten

4. Blickkontakt

Die Gruppenmitglieder konnten dem Vorleser/der Vorleserin sagen, was ihnen an der Vorleseart gefallen hatte und was sie für verbesserungswürdig hielten.

Außerdem wurden noch ausführliche Tipps für das stimmungsvolle und interaktive Vorlesen ausgeteilt.

Da die Texte gut ausgewählt waren, hatten alle Spaß und es gab viel zu lachen.

Besonders das Vorlesen der Abschnitte, die die wörtliche Rede beinhalteten, waren eine Herausforderung, die den Zuhöreren sehr viel Spaß brachte und die die Vorleser zu Höchstleistungen anregte.

Vor allen Dingen die Möglichkeit durch die Reaktion anderer Lesepaten ein Feedback zu bekommen und seine Leseleistung mit anderen vergleichen zu können, hat den Teilnehmern sehr zugesagt.

Abschließend hat ein besonders mutiger Leser seinen Text vor der gesamten Klasse vorgetragen.

Von Anna und Luise

Advertisements
Veröffentlicht in MI 123

Das erste halbe Jahr als Lesepate

Seit September 2012 haben wir, die Klasse MI 123 das Lesepatenprojekt mit übernommen. Schüler und Schülerinnen besuchen nun jede Woche die Kinder der 5. Klasse der Mercator-Grundschule und lesen mit ihnen.

Um einen kleinen Einblick zu geben, führten wir ein Interview mit 3 Lesepaten. Was dabei herauskam, könnt ihr hier nachlesen:

 

Wie ist dein erster Eindruck des Projekts?

Isabell: Es macht Spaß, ist aber dennoch anstrengender, als ich zuerst vermutet hatte.

Vanessa: Mir gefällt es sehr! Ich finde es besonders schön, dass die Kinder einen so schnell ins Herz schließen und sich immer auf einen freuen.

Alexandra: Gut, die Zusammenarbeit klappt einwandfrei.

 

Haben sich deine Erwartung erfüllt?

Isabell: Im Großen und Ganzen schon, ja, aber ich hatte es mir etwas einfacher vorgestellt. Mein Lesepatenkind ist eher unmotiviert.

Vanessa: Meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich bin davon ausgegangen, dass es sehr schwer wird mit den Kindern umzugehen, da viele aus einem problematischen Umfeld kommen. Aber dies ist zum Glück nicht der Fall.

Alexandra: Ja, ich habe es mir ehrlich gesagt sogar schlimmer vorgestellt.

 

Wie gefällt dir die Arbeit mit den Kindern?

Isabell: Sie gefällt mit gut, weil ich ein Vorbild sein kann und den Kindern helfen kann, ihre Lesefertigkeiten zu verbessern.

Vanessa: Es bereitet mir Freude, denn sie freuen sich jedes Mal wieder und haben immer was Neues zu erzählen. Außerdem lernt man sein „Kind“ von Mal zu Mal besser kennen.

Alexandra: Es macht mir Spaß mit den Kindern zu lesen und sie beim Lesen zu unterstützen.

 

Bist du der Meinung das die Kinder das Projekt gut annehmen? (Gibt es große Unterschiede im Leseniveau der einzelnen Kinder oder ähneln sie sich weil das Projekt schon so lange geht?)

Isabell: Das ist sehr unterschiedlich. Viele Kinder scheinen sich verbessert zu haben, aber es gibt auch einige, die keine Lust auf das Projekt haben.

Vanessa: Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Manchen gefällt es und manchen eben nicht. Aber es kommt auch immer sehr auf das Gegenüber an, ob das Kind Spaß daran hat oder nicht. Das Leseniveau ist in der Klasse auch sehr unterschiedlich, manche können einwandfrei lesen, wobei andere ihre Probleme haben.

Alexandra: Ich denke, den Kindern gefällt es im Großen und Ganzen. Dem einen mehr, dem anderen weniger. Die Kinder sind ja auch auf unterschiedlichen Leveln, was ihr Lesen angeht.

 

Was würdest du dir für die Zukunft wünschen?

Isabell: Ein motiviertes Kind. Es wäre toll, wenn mein Lesepatenkind nicht so unmotiviert wäre. Vielleicht Lesespiele!

Vanessa: Ich wünsche mir für die Zukunft einfach, dass wir den Kindern dabei helfen, das Lesen zu genießen und dass sie dies auch fortführen, wenn wir nicht mehr mit ihnen lesen.

Alexandra: Mehr Begeisterung der Kinder und mehr Unterstützung von außerhalb.

 

geschrieben von: Carolin Kruse & Luise Schlachter & Vanessa Goethe